Checkliste Autounfall

KFZ-Versicherung Checkliste Autounfall

KFZ-Versicherung

Checkliste Autounfall

KFZ-Versicherung
Ein Unfall mit dem Auto. In den meisten Fällen geht es dabei nur um Blechschäden. Aber wenn man dabei nicht aufpaßt, kann es eine Menge Ärger geben. Weil dadurch plötzlich ein zweiter Unfall entsteht. Oder weil der Unfall-Gegner vielleicht nicht der allernetteste Mensch ist.

Und dann kann es richtig schön ins Geld gehen. Davor möchten wir Sie nur zu gern bewahren. Deshalb haben
wir hier ein paar Tips für Sie zusammengestellt, die Sie bei einem Unfall beachten sollten.

Am besten, Sie drucken sich diese Tipps gleich einmal aus und legen sie sich ins Handschuhfach.

Im "Ernstfall" wissen Sie dann schneller, was zu tun ist und bewahren einen kühlen Kopf.

In Ihrem Auto sollten Sie diese Hilfsmittel immer an Bord haben

Vorgeschrieben sind eigentlich nur Verbandskasten und Warndreieck. Erst für Kfz über 3,5 Tonnen zulässigem Gesamtgewicht ist eine zusätzliche Warnleuchte erforderlich. Wir raten dennoch dazu, ständig eine dabei zu haben, um schwere Folgeunfälle zu vermeiden.

Die folgenden Dinge müssen Sie zwar nicht dabeihaben - aber wir raten ausdrücklich dazu.

  • Ein Fotoapparat. Die einfachste Kamera reicht. Sie sollte ein Blitzlicht haben und einen empfindlichen Farbfilm. So können Sie immer sicher beweisen, was sich abgespielt hat.
  • Ein Stück Ölkreide. Zum Markieren von Bremsspuren z.B. vor dem Fotografieren.
  • Der "Europäische Unfallbericht". Vereinfacht den Papierkrieg enorm.

So sorgen Sie dafür, dass nicht noch mehr passiert.

Als erstes: die Warnblinkanlage einschalten.
Warndreieck in ausreichender Entfernung hinter der Unfallstelle plazieren. Auf Straßen mit schnellem Verkehr wenigstens 100 Meter Distanz einhalten. Um sich selber dabei nicht zu gefährden, bitte das Warndreieck in der Dunkelheit vor dem Körper tragen.
Warnleuchte auf das Wagendach stellen. Und zwar so, dass sie die herannahenden Fahrzeuge anblinkt.
Kümmern Sie sich um die Verletzten, benachrichtigen Sie Arzt oder Krankenwagen.
Sofern nur ein "geringfügiger Schaden" entstanden ist: die beschädigten Autos unverzüglich beiseitefahren.
Sich nicht in langatmige Diskussion verwickeln lassen - der Schutz des eigenen Lebens hat Vorrang. Auch vor jeder eigenen Unfallaufnahme. Gefahrenstelle so gut wie möglich sichern und dann die Polizei rufen. Leisten Sie bitte niemals irgendwelche Schadenzahlungen. Und vermeiden Sie es, Ansprüche anzuerkennen.


Polizei rufen - oder selber regeln?

In diesen Fällen sollten Sie immer die Polizei rufen:


Hoher Sachschaden - Manövrierunfähige Autos

Der Unfallgegner weigert sich, seine Papiere vorzuzeigen und seinen Haftpflichtversicherer zu benennen
Der andere hat eine schwere Verkehrssünde begangen - er ist zum Beispiel betrunken gefahren oder über ein Stopschild gebraust - bevor er Ihren Wagen gerammt hat. Bei sogenannten Bagatelldelikten wird die Polizei nur die Namen der Beteiligten festhalten. Sie können in solchen Fällen zunächst einfach versuchen, vernünftig miteinander zu reden und den Sachverhalt selbst zu dokumentieren.

Beweismittel sichern: Notizen machen und fotografieren.

Notizen machen und fotografieren, damit Sie nicht unnötig in "Beweisnot" kommen.
Notieren Sie sich das amtliche Kennzeichen, Namen und Anschriften der beteiligten Fahrer. Lassen Sie sich auch ruhig die Ausweispapiere zeigen.
Notieren Sie sich die Versicherungsgesellschaft und die Nummer des Versicherungsscheins.
Falls das gegnerische Fahrzeug im Ausland zugelassen ist: fragen Sie nach der grünen Versicherungskarte.
Bemühen Sie sich um die Sicherung von Beweismitteln.
Fotografieren Sie die Szene zuerst in einer Übersicht. Es sollte erkennbar sein: Positionen der beteiligten
Fahrzeuge, Lichtmaste und Verkehrszeichen. Dann kommen die Nahaufnahmen: fotografieren Sie die Beschädigungen des eigenen und des anderen Wagens, aber auch auffällige Unfallspuren.
Halten Sie Personalien und Fahrzeugdaten des Unfall-Gegners schriftlich fest. Notieren Sie sich den Unfallhergang und machen Sie sich noch eine kleine Skizze.
Wenn es Zeugen zu Ihren Gunsten gibt: gleich Name und Anschrift festhalten.
Auch wenn Sie sich mit Ihrem Unfallgegner über den Hergang völlig einig sind: unbedingt alle Fakten notieren.

Das dürfen Sie niemals tun:

ein förmliches Schuldanerkenntnis gegenüber dem anderen abgeben. Dann gibt es nämlich Probleme mit der eigenen Versicherung ...
Beschädigte Gegenstände sind "Beweismaterial". Sie sollten also nicht vernichtet oder repariert werden.

"Unfallhelfer": lassen Sie sich nicht übers Ohr hauen.

Abschleppdienste: lassen Sie sich nicht übers Ohr hauen.

Sogenannte Unfallhelfer sind oftmals verblüffend schnell zur Stelle. Hier ein paar Tips für den Umgang mit ihnen.
Hüten Sie sich davor, eine sogenannte Abtretungserklärung oder ähnliches zu unterschreiben. Es kann saftige
Mehrkosten und andere Nachteile bedeuten.

Seriös sind z.B. Firmen, die im Auftrag der Versicherer arbeiten.
Sind Sie Inhaber eines Schutzbriefes? Dann sagen Sie es dem Fahrer. Und geben Sie ihm den Auftrag, den Wagen zur nächsten geeigneten Fachwerkstatt abzuschleppen.
Bei größeren Entfernungen müssen Sie in der Regel zuzahlen, auch als Schutzbriefinhaber oder schuldloser Geschädigter.


Wer muss wen informieren?

Diese Leute müssen Sie unbedingt sofort in Kenntnis setzen:

Den Haftpflichtversicherer des Unfall-Gegners. Denn Sie müssen ja Ihre Ansprüche anmelden und das weitere Vorgehen abstimmen. Rufen Sie einfach dessen örtliche Niederlassung an.
Falls der Schadenschnelldienst der gegnerischen Versicherung in Ihrer Nähe ist: gleich den Umfang des Schadens feststellen lassen. (Oder Ihre Versicherung mit der Prüfung beauftragen.)
Sie können den Wagen auch in Ihre oder die nächstgelegene Werkstatt bringen. Sagen Sie der gegnerischen
Versicherung, dass sie den Schaden dort begutachten kann. (Oder VHV mit der Prüfung beauftragen.)
Wurde eine Person schwer verletzt: unbedingt einen Rechtsanwalt mit der Wahrnehmung der Interessen beauftragen.
Haftpflichtversicherer des Schädigers nicht bekannt? Sie können ihn beim Zentralruf der Autoversicherer (Tel.:
0180-25026) erfragen. Dazu müssen Sie angeben: Ihre eigene Anschrift, das Kennzeichen des gegnerischen Fahrzeugs, den Namen des Halters und das Unfalldatum.


Der Schädiger ist im Ausland versichert? Melden Sie den Schaden an:
Deutsches Büro Grüne Karte
Postfach 101402
20009 Hamburg
Telefon: 040-33 44 00
Fax: 040-33 44 07040


Der Unfallverursacher hat Fahrerflucht begangen, ist nicht haftpflichtversichert oder hat den Schaden vorsätzlich
herbeigeführt?

Wenden Sie sich an:

Verein Verkehrsopferhilfe e.V.
Glockengießerwall 1
20095 Hamburg
Telefon: 040-30 18 00
Fax: 040- 30 18 07070


Für den Fall, dass der andere Forderungen an Sie hat - oder dass Sie auf Ihre Vollkaskoversicherung zurückgreifen müssen: bitte sofort die eigene Versicherung informieren.
Nicht für alle Unfallfolgen ist übrigens die Haftpflichtversicherung allein zuständig. Oft müssen noch andere
Versicherungen - z.B. die gesetzliche Krankenversicherung, die Unfallversicherung, die Schutzbriefversicherung
etc. - informiert werden. Fragen Sie Ihre Versicherung auch in diesen Fällen.
Informieren Sie auch Ihren Rechtsschutzversicherer - falls Sie zusätzlich eine solche Versicherung abgeschlossen haben. Denn vielleicht brauchen Sie die Zusage für die Beratung durch einen Rechtsanwalt.



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